Prüfungsvorbereitung
Regeln gegen die PrüfungsangstGeben Sie während Ihrer Lehrveranstaltung konkrete Hinweise, aus denen hervor geht, dass z.B. der momentane Vorlesungsinhalt prüfungsrelevant ist. Präzisieren Sie dabei, was Sie dabei von den Lernenden verlangen werden. Weisen Sie auch nachdrücklich auf die folgenden Empfehlungen zur Prüfungsvorbereitung hin. – Damit leisten Sie einen Beitrag, um bei Ihren Studierenden gewisse Prüfungsängste möglicherweise ein Stück abzubauen.
In der Prüfungsvorbereitung sollten Ihre Studierenden:
- Sich mit der Materie rechtzeitig beschäftigen
(schafft Sicherheit und ein ruhiges Gewissen).
- Wiederholungszeiten einplanen.
- Stoffaufbaupläne, Zusammenfassungen, Gliederungen, Übersichtstabellen
etc. selbst erstellen (geben weitere Sicherheit).
- Kurz vor der Prüfung keinen zusätzlichen Stoff lernen. (Falls doch, sollte man
sich darüber im klaren sein, ob man "studierend", "orientierend",
"selektierend" oder nur "unterhaltend" liest.)
- Mnemotechniken als Lernhilfe einsetzen.
- Sofern möglich, ein Gespräch mit Teilnehmern/-innen führen, die die Prüfung
schon bestanden haben.
- In einer Art "Rollenspiel" die (mündliche) Prüfung proben.
- Sich nicht selbst Schlimmes prophezeien.
Besser: "Es ist doch recht unwahrscheinlich, dass ausgerechnet der Stoff
drankommt, den ich (vielleicht!) nicht kann".
- Beim Lernprozess auch schöpferische Pausen einlegen. (Wohlverdiente
Ablenkung und Zerstreuung bringen Ruhe um den Rummel der Prüfung.)
- Sich mit Ihnen als Lehrende/n über die Prüfung, deren Inhalte und Ablauf
unterhalten. Denn Orientierungshilfen auch über Prüfungswissen fördern
einen sinnvollen Lehr-Lern-Prozess.
Quelle: Hüholdt, Jürgen 1992.