Visualisierung und Medien

 
 
Schriftliche Ausarbeitungen (Skripte) und Arbeitsblätter 
 
 
 
 
 
Bitte keinen
undurchdringbaren
"Blätterwald"!
 
 
Einsatzmöglichkeiten

  • Als spontane und/oder permanente Hilfsmittel
  • Nachschlagemöglichkeit (längerfristige Speicherung wesentlicher Punkte einer Information)
  • Ergänzungsinformation zu einem Thema (welches nicht in seiner ganzen Ausführlichkeit behandelt werden konnte)
  • Lösung von Aufgaben und Spielen
  • Anleitungen für Experimente, Übungen und Aufgabenstellungen, mit welchen sich die Lernenden beschäftigen sollen
 
 
Verwendungstipps

Unterlagen während der Veranstaltung einzeln, in dem Moment in welchem sie gebraucht werden, abgeben (sonst Ablenkung).

Bezug nehmen (immer wieder) auf die Unterlagen während der Veranstaltung.

Wenn Unterlagen aus organisatorischen Gründen zu Beginn der Veranstaltung ausgegeben werden müssen, dann sollte der/die Lehrende zusammen mit den Lernenden sofort kurz, übersichtsmäßig diese Unterlagen durchgehen (Konzentration der Teilnehmer auf den folgenden Unterricht).

Ausgabe der Unterlagen am Ende einer Lektion vermeiden, da Lernenden nie wissen, was während der Lektion aufgeschrieben werden sollte (Verunsicherung).

Unterlagen, in denen während der Veranstaltung Ergänzungen angebracht werden müssen (Arbeitsblätter), fördern die Aufmerksamkeit (lernwirksamer als vollständige Beschreibungen); aber keine zu anspruchslosen "Lückentexte" (sonst unter Umständen Empfinden einer kindischen Behandlung).

Unterlagen sollten als Begleitmaterialien zur Veranstaltung gedacht sein, d.h. sich auf die Vorlesung beziehen und kurz abgefasst sein (keine Lehrtexte/-bücher).

Praktische Beispiele sind sehr nützlich!

Skripte sollten alle wesentlichen Definitionen, Aussagen und eventuell Fallbeispiele enthalten, und sie sollten vor(!) der Veranstaltung verteilt werden, so dass die Lernenden eigene Kommentare hinzufügen können.

Beim sogenannten Lückenskript werden bewusst Lücken gelassen, die während der Veranstaltung, z.B. nach einer Gruppenarbeitsphase, von den Lernenden selbst ergänzt werden. Vorteil dabei ist, dass der Lehrende bestimmt, wann die Studierenden mitschreiben und wann ihre Aufmerksamkeit ungeteilt auf den Ausführungen liegt. Allerdings müssen Lücken didaktisch gut eingeplant werden. Einfache Skizzen, Entwickeln von Lösungen, Ideensammlung sind sinnvoller, als lange Texte ergänzen zu lassen.

Wo Animationen nicht elektronisch zugänglich gemacht werden können, trägt eine Kurzbeschreibung der Demonstration im Script zur Wiedererinnerung bei.
 
 
 
! Skripte und Arbeitsblätter als Teil des Lehr-Lern-Prozesses:

Von den Lernenden wird es besonders geschätzt, wenn der/die Lehrende seine/ihre, als Folien gezeigten Grafiken und Texte, in Form von Unterlagen an die Studierenden abgibt.
 



Das Erstellen von Skripten

Damit Vorlesungen und andere Veranstaltungen nicht zu einer reinen Mitschreibeübung werden, ist es wichtig, Skripte in den Unterricht einzubeziehen und auch weiterführende Literatur in der Lehrveranstaltung zu nennen bzw. diese kurz zu kommentieren.

Gerade bei komplexen Inhalten verlangt das Mitschreiben von den Lernenden sehr viel Konzentration. Es besteht daher die Gefahr, dass sie am Ende zwar über Notizen verfügen, den Inhalt jedoch nicht nachvollziehen können.

Vollständige Skripte herauszugeben ist nicht unproblematisch. Es kann die Studierenden dazu verleiten, sich nur noch mit dem Skript zu beschäftigen oder der Lehrveranstaltung fernzubleiben. Hier kann ein expliziter Hinweis auf den wertvollen Service helfen, der in einer Erklärung durch den/die Dozenten/-in liegt.
 
Der Lehrende sollte sich unter Umständen die Möglichkeit vorbehalten, auch Dinge zu prüfen, die nicht im Script stehen, aber in der Vorlesung angesprochen wurden. 
 
 
Quellen: Arnold, Rolf et al. 1999; Brinker, Tobina; Schumacher, Eva-Maria 2003; Crittin, Jean-Pierre 1994; Frank, Ulrike; Panarisi, Anne; Roos, Rainer; Voss, Hans-Peter 2001 sowie Hartmann, Susanne; Kurz, Matthias; Voss, Hans-Peter 1998.